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Beizeitstory zum 300. Artikel

Als ich vor fast 4 Monaten meinen 70 Liter fassenden Trekkingrucksack mit all dem füllte was ich für die kommenden Monate am wichtigsten fand, tat ich das mit einem sehr gespalteten Gefühl. Einerseits blickte ich den Schritt weg zu gehen, aus dem kleinen Dorf was ich nun nach 19 Jahren meines Lebens Heimat nennen  konnte, sehr respektvoll entgegen. Andererseits war ich froh darüber, froh die Idee bis hin zu dem Tag an dem es losgehen sollte verfolgt zuhaben. Froh, den Trott, den Alltag und alle schlechten Erinnerungen dort lassen zu können. Froh einem winzigkleinen Neuanfang bevor zu stehen. Die ersten Tage waren ein echtes Abenteuer für mich, ich war neu hier, das war neu, alles war unbekannt und ich war zufrieden. Doch auch schnell kam in Mitten der tiroler Gipfel und Berge ein neuer Trott auf und ich saß immer öfter bis in die Nacht an meinem Balkonfenster und musste überlegen wo dieser Faden sein soll den ich verfolge. Der Gedanke im Frühjahr wieder in das kleine Nest zurück zukehren, zu den Freunden, zu den Leuten, zu dem Trott der Tag für Tag das selbe bringt, macht mir Angst. Gespräche die ich hier des öfteren mit Bekanntschaften führe, die mir von ihren Reisen durch Indien, ihren Monaten in England oder deren Lauf über den Jakobsweg berichten, wecken enormes Fehrnweh. Ich habe hier früh angefangen einige Gedankengänge aufzuschreiben und ein sehr schönes Zitat aus genauso einem, drückt es ziemlich gut zusammengefasst aus:

„Ich will weiter, immer weiter, ich will laufen, ich will Leute, Kulturen, und vor allem mich selber kennen lernen. Ich weiß das noch so einiges in mir steckt und das will ich kennenlernen.“Nov.’11

Und wenn ich dann so da sitze, eine ruhige Dubstepnummer von Burial rauf und runter höre, auf einen flackernden Schatten schaue den eine Kerze auf die Wand wirft, muss ich lächeln. Es gibt ziemlich viel was ich machen sollte nächstes Jahr: laut der Familie mich für ein Studiengang bewerben, einige sagen, zieh um, vielleicht nach Berlin und mach Party, oder komm mit nach Irgendwo und manche sagen mach was du willst aber mach es allein. Ich habe keinen Plan und ich werde mir vorerst auch keinen machen! Ich weiß nicht wo es hingeht und ich will es auch gar nicht.

„Weißt du was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein, bei allem was du machst. Und wenn es mal richtig scheiße ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle wo, wo es am aller schönsten ist, müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.“(absolute Giganten) 

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