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Beizeit- Story 8#

Angsteinflößende Klänge aus meinen Kopfhörern, die gewitterartig im Mittelpunkt meiner Gehörgänge zusammenzuprallen scheinen. Ein flackerndes gelbes Licht. Der Blick aus dem Fenster, eine weiß-graue aber dunkle Waldlandschaft. Tiefschwarze Rehe springen beim vorbeidonnern des Zuges in finstere Ecken des schützenden Waldstückes. Kälte. Bei jedem Schlag, den das Gleisbett dem Zug gibt, blitzt das Licht auf. Dunkelheit. Die Musik im Ohr wird zu einem eigenständigen aber nebensächlichen Zusammenspiel zwischen tiefen Bässen und schreienden fast kreischenden Klängen. Ich versinke in einem Blick auf ein Altes Haus, das auch ohne den dunklen Wald furchterregend genug gewesen wäre. Ein matter Schleier legt sich über die Szenerie, die akustische Untermalung drängt sich mit steigender Lautstärke mehr und mehr zum Vordergrund meiner Konzentration. Das Bild beginnt vor meinen Augen wie dickflüssiges Wachs zu verlaufen. Ein lauter Knall. Ich schrecke auf, meine Augen öffnen sich. Ein Tagtraum. Ich bin wach, ein Huckel in den Schienen, ein Blitz der flackernden gelben Lampe am oberen Wagonrand, ich blicke auf. Ein Blick aus dem Fenster, tiefschwarze Rehe… Meine Station und ich steige aus.

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